Literatur für die Fisch'
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Wilhelm Busch

Der Esel

Es stand vor eines Hauses Tor
Ein Esel mit gespitztem Ohr,
Der käute sich sein Bündel Heu
Gedankenvoll und still entzwei.

Nun kommen da und bleiben stehn
Der naseweisen Buben zween,
Die auch sogleich, indem sie lachen,
Verhaßte Redensarten machen,
Womit man denn bezwecken wollte,
Daß sich der Esel ärgern sollte.

Doch dieser hocherfahrne Greis
Beschrieb nur einen halben Kreis,
Verhielt sich stumm und zeigte itzt
Die Seite, wo der Wedel sitzt.
 

Wilhelm Busch

Der Esel

Er war nachschickt ein Hausgatter
Ein Esel mit dem geschärften Ohr,
Das kaeute selbst sein Bündelheu
Durchdacht und teilen Sie ruhig sich.

Kommen jetzt und bleiben stehn
Das Wekzeugspritze-kluge Buben zween,
Auch sofort, durch das Lachen,
Gehaßte Phrasen bilden,
Mit welchen man anstreben wollte,
Daß der Esel gestört werden sollte.

Aber dieses hocherfahrne Greis
Beschrieben worden nur ein Hälfte Set,
Mutely benommen und gezeigtes itzt
Die Seite, wo wischen sitzt.

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